Wir helfen Tieren in Not

Katzen

Elfi

Geburtsdatum: 2020
Geschlecht: weiblich
Rasse: Britisch-Kurzhaar
Farbe: silver tabby
Sonstiges: geimpft, gechipt, entwurmt, 1. Impfung erhalten

Elfi wurde abgegeben, da sich der im Haushalt befindliche Hund aufgrund einer Erkrankung und Schmerzen plötzlich aggressiv ihr gegenüber verhalten hat. Sie hat bisher allein als Hauskatze gelebt und kennt daher noch keine anderen Katzen.
Da ihre Zähne leider in extrem schlechtem Zustand sind, müssen sie vollständig entfernt werden. Die Operation steht in KW 16 an. Abgesehen davon ist Elfi bei bester Gesundheit und auch ihr Blutbild zeigt keine Auffälligkeiten.
Bei uns verhielt sie sich in der ersten Woche zurückhaltend und hat sich hauptsächlich versteckt. Nachdem sie einmal vertrauen gefasst hatte, zeigte sich jedoch, dass in ihr eine echte Kuschelmeisterin steckt, die trotzdem nicht aufdringlich ist. Elfi ist eine wirklich freundliche Katze, die sich weder in Angst, noch Schmerzen jemals aggressiv zeigte. Obwohl sie BKH-typisch ein eher ruhiges Wesen hat, spielt sie auch sehr gern. Für Elfi suchen wir Menschen, die ihr anfangs mit etwas Geduld begegnen, damit sie sich in Ruhe einleben kann - dann wird sie sich zu einer liebevollen und verschmusten Mitbewohnerin entwickeln.

Snowball

Geburtsdatum: ca. Ende 2021
Geschlecht: weiblich
Rasse: Europäisch-Kurzhaar
Farbe: siehe Bilder
Sonstiges: geimpft, gechipt, kastriert, entwurmt

Update 16.04.2026Snowball ist eine Katze, die man im Tierheim leicht übersieht. Nicht, weil sie nicht besonders wäre – sondern weil sie sich lieber zurückzieht, als laut auf sich aufmerksam zu machen.
Die meiste Zeit verbringt sie hier in ihrem Kratzbaum und wartet darauf, dass sich jemand einen Moment Zeit für sie nimmt. Denn hinter ihrer vorsichtigen Fassade steckt eine unglaublich menschenbezogene Katze.
Für Snowball scheint es sich nicht zu lohnen, ihren sicheren Platz aufzugeben, wenn gerade sowieso kein Mensch zum Kuscheln oder Unterhalten im Raum ist. Sie „spricht“ nämlich sehr gerne und benutzt dabei neben dem üblichen Maunzen auch sehr liebenswerte Brummlaute, die wir so bisher bei keiner anderen Katze gehört haben.
Wenn man sich ein paar Minuten Zeit nimmt, um sich zu ihr zu setzen, zeigt sich schnell, wie sehr Snowball die menschliche Nähe genießt: Es reicht meist schon, ihr die Hand entgegenzustrecken, damit sie in Aussicht auf Streicheleinheiten ihre Höhle verlässt.
Anfangs ist Snowball noch vorsichtig und holt sich zwischen den einzelnen Streicheleinheiten immer wieder Mut an ihrem Kratzbaum. Wenn man sie nicht drängt, taut sie schnell auf und folgt dem Menschen dann auf Schritt und Tritt. Auch ihr Futter schmeckt ihr deutlich besser in Gesellschaft.
Snowball war bereits einmal vermittelt, musste jedoch zurück ins Tierheim kommen, weil sie sich mit dem dort lebenden Kater nicht verstand. Ihr Lieblingsplatz war damals der Schoß „ihrer“ Menschen.
Nun wünschen wir uns für sie einen Platz als Einzelkatze mit Freigang, damit sie in Ruhe und endgültig ankommen kann. Ein Haushalt ohne kleine Kinder wäre ideal, da hektische Bewegungen sie verunsichern und sie eine entspannte Umgebung zu schätzen weiß.
Snowball braucht nur einen Menschen, der ihr ein wenig Zeit schenkt. Wer ihr diese Zeit gibt, wird mit einer zärtlichen und treuen Katzenfreundin belohnt.

Peter & Pascha

Geburtsdatum: Pascha 03/2023 - Peter ca. 2022
Geschlecht: männlich
Rasse: Europäisch-Kurzhaar
Farbe: grau-schwarz, schwarz
Sonstiges: geimpft, gechipt, kastriert,

Pascha & Peter
Pascha und Peter sind schon lange bei uns und haben sich in dieser Zeit zu den Lieblingen der Belegschaft entwickelt.
Dabei gibt es für ihren langen Aufenthalt eigentlich gar keinen Grund. Zugegeben: Pascha hat eine Vorgeschichte. Als er etwa ein Jahr alt war, griffen er und seine Schwester ihre ehemalige Halterin an, sodass sie beide abgeben musste. Grund dafür war vermutlich eine Scheinträchtigkeit der Kätzin, denn derartige Vorfälle gab es in den 2 Jahren seit seiner Ankunft bei uns kein einziges Mal.
Seine Schwester wurde trotz gleicher Vorgeschichte schnell vermittelt, aber Pascha hatte nicht so viel Glück. Dass diese "Jugendsünde" ihm nachhängt, ist zum Teil auch unsere Schuld.
Wir haben Pascha zu Beginn vollkommen falsch eingeschätzt und ihm aus Vorsicht kaum Beachtung geschenkt. Er dachte wohl, man würde ihn einfach nicht sehen und dass er nur deutlicher auf sich aufmerksam machen müsste. Daher ist er uns damals öfter mal angesprungen. Nicht aggressiv oder böswillig, sondern nur um zu zeigen: "Hallo, ich bin auch da!". Oft passierte das, wenn man gerade den Raum verlassen wollte, als wolle er sagen: "Hey, bitte lass mich nicht wieder allein!"
An dieser Stelle kommt Peter ins Spiel. Peter ist ein ehemals verwilderter Kater, der eigentlich im Rahmen einer Kastrationsaktion bei uns gelandet ist. Er hat sich jedoch dazu entschieden, uns sein Vertrauen zu schenken, sodass er in die Vermittlung durfte. Auf gut Glück haben wir beide vergesellschaftet und gemerkt: Pascha war nie böse. Er war bloß unterfordert und sehr einsam. Diese Feststellung hat uns deutlich gemacht, dass wir einen Fehler gemacht haben. Denn seit Peter bei ihm ist, ist Pascha ein ganz normaler, lieber, verschmuster Kater.
Wir finden, Pascha und Peter sollten unseren Fehler nicht ausbaden müssen. Daher wollen wir klarstellen: sie sind beide vollkommen freundliche Katzen. Wenn auch manchmal etwas stürmisch, wenn es ums Futter geht.
Die beiden verstehen sich wunderbar, spielen, schlafen und kuscheln gemeinsam und sind ein Paradebeispiel für eine Katzenfreundschaft. Peter ist meist noch etwas zurückhaltender, aber Pascha gibt ihm sehr viel Sicherheit. Daher werden sie nur gemeinsam vermittelt.
Für die beiden aktiven, verspielten Katzen wäre Freigang zwar nett, dieser ist aber kein Muss, solange in der Wohnung genügend Klettermöglichkeiten vorhanden sind. Auch ein gesicherter Balkon würde sie freuen. Das wichtigste ist und bleibt allerdings der Mensch (oder die Menschen) an ihrer Seite. Wie bereits erwähnt ist Pascha sehr verschmust und auch Peter ist stark Menschenbezogen. Durch ihre Cleverness wären die beiden hervorragende Kandidaten für Clickertrainig, bei denen es auch nicht schlimm ist, mal einen Fehler zu machen, wenn man das zum ersten Mal macht. Denn sie sind sehr futtermotiviert und würden fast alles für ein Leckerli tun.
Da Pascha in der Vergangenheit Probleme mit Kinnakne hatte, sollte man auf Plastiknäpfe verzichten und stattdessen Metall oder Keramik verwenden. Ansonsten sind die beiden vollkommen gesund und topfit.
Wir sind überzeugt: wer Pascha und Peter trotz ihrer Vergangenheit eine Chance gibt, wird nicht enttäuscht werden und die beiden sofort ins Herz schließen. Denn es sind wirklich tolle, lustige und charmante Katzen, die es immer wieder schaffen uns ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, selbst an schwierigen Tagen.

Castle

Geburtsdatum: ca. 2012
Geschlecht: männlich
Rasse: Europäisch-Kurzhaar
Farbe: siehe Bilder
Sonstiges: geimpft, gechipt, kastriert

Für Castle wäre ein Zuhause mit Freigang toll.
Castle schnurrt und schmust was das Zeug hält, sogar auf dem Behandlungstisch beim Tierarzt.
Dabei ist er aber auch sehr fordernd bis distanzlos, klettert an den Menschen hoch und verteilt dann "Liebesbisse"
- Allergietests ergaben eine sehr stark ausgeprägte Reaktion auf Hausstaub und Futtermilben, daher ist seine Einrichtung stets abwischbar, Textilien werden mehrmals die Woche gewechselt und die Katzenstreu ist eine spezielle Silikat Streu, welche ebenfalls häufiger komplett gewechselt werden muss
An der Ursache des weiterhin bestehenden Juckreizes wird derzeit noch geforscht. Mögliche Verdachtsdiagnosen:
-aufgrund eines starken Flohbefalls bei seiner Ankunft: Phantomjucken
-Feline atopische dermatitis (Allergische Reaktionen auf verschiedene Umwelteinflüsse, quasi „Katzen Neurodermitis“
-exzessiver Juckreiz aufgrund der Allergien
-nachfolgende Reaktion auf den Flohbefall an sich (allergische Reaktion aufgrund des Flohspeichels)

Castle neigt zum schlingen von Futter.
Ausserdem steht noch eine Zahnsanierung bei ihm an.
Vermittlung zu Artgenossen ggf möglich, (wurde laut den Findern allerdings von anderen Katzen nicht gut aufgenommen sonst hätte er zum Fundort zurückkehren dürfen)

Lissi

Geburtsdatum: ca. 06/2023
Geschlecht: weiblich
Rasse: Europäisch-Kurzhaar
Farbe: siehe Bilder
Sonstiges: geimpft, gechipt, kastriert

Lissi ist eine geborene Freigängerin und ambitionierte Jägerin. Sie stammt ursprünglich von einem Bauernhof und wurde von den ehemaligen Haltern abgegeben, da diese, altersbedingt, ihrem aktiven und verspielten Wesen nicht mehr gerecht wurden.
Sie ist sehr neugierig und will am liebsten sofort alles erkunden, weshalb ihr die Situation im Tierheim natürlich missfällt. Hier verbringt sie den Großteil des Tages vor dem Fenster, um das Geschehen draußen zu beobachten. Daher darf in ihrem neuen Zuhause ein Fensterplatz, der die ersten Wochen bis zum Freigang überbrückt, auf keinen Fall fehlen.
Lissi geht freundlich auf alle Menschen zu und freut sich schon kurz nach dem Kennenlernen über Streicheleinheiten. Wenn man sie das Tempo bestimmen lässt, fasst sie schnell vertrauen und sucht dann aktiv die Nähe des Menschen. 
Festgehalten oder Hochgehoben werden mag sie hingegen nicht so gern, zeigt dies aber auch vorbildlich durch Laute und Körpersprache. Wer ihr zuhört und ihre Grenzen respektiert, findet in ihr eine treue und aufgeweckte Begleiterin, mit der es bestimmt nie langweilig wird.

Bruno

Geburtsdatum: ca. 2020
Geschlecht: männlich
Rasse: Europäisch-Kurzhaar Mix
Farbe: grau-schwarz-getigert
Sonstiges: geimpft, gechipt, kastriert, Freigänger

Bruno ist kein einfacher Kater. Er wurde von der Feuerwehr abgeholt, nachdem er seine vorherige Halterin mehrfach gebissen hatte. Sie hatte ihn als unkastrierten Freigänger aus schlechter Haltung übernommen und mit einem kastrierten Kater zusammen in ihrer Wohnung gehalten. Zu Beginn ließ er sich nicht anfassen und hatte bei ihr bis zuletzt eigentlich große Fortschritte gemacht. Welche Erfahrungen er vor dieser Zeit gemacht hat, ist leider unbekannt.

Anfangs verhielt sich Bruno bei uns sehr freundlich. Er war verschmust und unauffällig. Aufgrund von Umständen, die nichts mit ihm zu tun hatten, durfte er in dieser Zeit allerdings nicht vermittelt werden, obwohl das Interesse groß war. Je länger Bruno bei uns blieb, desto größer wurde wohl sein Frust über die Situation und seine "Zündschnur" entsprechend kürzer, sodass wir ihn nicht mehr bedenkenlos vermitteln wollten, als es schließlich möglich gewesen wäre.

Zunächst kratzte er unvermittelt, obwohl er sich Sekunden vorher noch aus freien Stücken angeschmiegt hatte. Dann biss er eine Tierpflegerin an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, scheinbar ohne Auslöser und Vorwarnung. Auch wenn es seitdem keine ernsthaften Verletzungen gab, griff Bruno trotzdem öfter Beine an. Es ist gut möglich, dass es sich dabei um eine umgeleitete Aggression handelt.

Das Schwierige dabei ist, dass Bruno wirklich sehr süß aussieht und alle Menschen zunächst toll findet. So beginnt er quasi sofort, sich anzuschmiegen und "Kopfnüsse" zu verteilen. Einige Momente lang genießt er auch Streicheleinheiten - solange er bestimmt, wo es lang geht. Er bekommt jedoch schnell das Gefühl, nicht mehr der Herr der Lage zu sein. Was im einen Moment positive Aufregung für Bruno bedeutet, die er auch genießt, ist im nächsten Augenblick Stress und überfordert ihn. In einer solchen Situation gehen andere Katzen auf Abstand oder zeigen die Anspannung körpersprachlich an. Brunos Nervensystem scheint hier aber schon so auf Hochtouren zu laufen, dass das nicht mehr möglich ist: Von einer auf die andere Sekunde kratzt oder - im schlimmsten Fall - beißt er. Das passiert vermehrt in Situationen, in denen Bruno sich eingeengt fühlt, zum Beispiel wenn er sich in einer Ecke des Raums befindet. Mit beiden Händen gleichzeitig gestreichelt zu werden mag er ebenfalls nicht, da er sich dabei bedrängt fühlt. 

Wir sind sicher, dass die Situation im Tierheim ihren Teil zu seinem Verhalten beiträgt. Bruno ist  einerseits dauerhaft unterfordert, was Beschäftigung angeht, andererseits von den permanenten Reizen verschiedener Menschen und Tiere überfordert. Wir könnten uns vorstellen, dass sich sein Verhalten in einem stabilen Zuhause, in dem er körperlich und geistig ausreichend gefordert wird, bessert.

Wer Bruno ein Zuhause geben möchte, sollte sich trotzdem bewusst sein, dass es keine Garantie gibt, dass er nicht wieder beißt. Bruno aufzunehmen bedeutet Arbeit. Denn er handelt nicht aus Bosheit, sondern aus Überforderung, Angst oder Frust. Die Aufgabe seiner Menschen wird sein, herauszufinden, was genau diese Gefühle bei ihm auslöst und wie man eine Umgebung gestaltet, in der er sich sicher fühlt und zur Ruhe kommen kann. Für Bruno suchen wir Menschen mit Katzenerfahrung, die Geduld mit ihm haben und nicht so schnell aufgeben, auch wenn sie gelegentlich "einstecken" müssen. Freigang wäre wünschenswert, da die plötzliche Umstellung auf Wohnungshaltung Teil der Problematik sein könnte. Kinder sollten im neuen Zuhause nicht vorhanden sein.

Uns ist bewusst, dass Bruno nicht einfach ist – trotzdem hoffen wir sehr, dass sich Menschen finden, die sich dieser Aufgabe und Verantwortung bewusst sind und bereit sind, sie anzunehmen. Menschen, die mehr sehen als seine Schwierigkeiten und hinter sein Verhalten schauen – denn dort verbirgt sich ein sensibler Kater, der einfach noch nicht gelernt hat, sich sicher zu fühlen. Und er verdient eine Chance, endlich anzukommen.