Katzen

Elfi wurde abgegeben, da sich der
im Haushalt befindliche Hund aufgrund einer Erkrankung und
Schmerzen plötzlich aggressiv ihr gegenüber verhalten hat. Sie
hat bisher allein als Hauskatze gelebt und kennt daher noch
keine anderen Katzen.
Da ihre Zähne leider in extrem
schlechtem Zustand sind, müssen sie vollständig entfernt
werden. Die Operation steht in KW 16 an. Abgesehen davon ist
Elfi bei bester Gesundheit und auch ihr Blutbild zeigt keine
Auffälligkeiten.
Bei uns verhielt sie sich in der
ersten Woche zurückhaltend und hat sich hauptsächlich
versteckt. Nachdem sie einmal vertrauen gefasst hatte, zeigte
sich jedoch, dass in ihr eine echte Kuschelmeisterin steckt,
die trotzdem nicht aufdringlich ist. Elfi ist eine wirklich
freundliche Katze, die sich weder in Angst, noch Schmerzen
jemals aggressiv zeigte. Obwohl sie BKH-typisch ein eher
ruhiges Wesen hat, spielt sie auch sehr gern. Für Elfi suchen
wir Menschen, die ihr anfangs mit etwas Geduld begegnen, damit
sie sich in Ruhe einleben kann - dann wird sie sich zu einer
liebevollen und verschmusten Mitbewohnerin entwickeln.

Update
16.04.2026Snowball ist
eine Katze, die man im Tierheim leicht übersieht. Nicht, weil
sie nicht besonders wäre – sondern weil sie sich lieber
zurückzieht, als laut auf sich aufmerksam zu machen.
Die meiste Zeit verbringt sie hier in ihrem Kratzbaum und
wartet darauf, dass sich jemand einen Moment Zeit für sie
nimmt. Denn hinter ihrer vorsichtigen Fassade steckt eine
unglaublich menschenbezogene Katze.
Für Snowball scheint es sich nicht zu lohnen, ihren sicheren
Platz aufzugeben, wenn gerade sowieso kein Mensch zum Kuscheln
oder Unterhalten im Raum ist. Sie „spricht“ nämlich sehr gerne
und benutzt dabei neben dem üblichen Maunzen auch sehr
liebenswerte Brummlaute, die wir so bisher bei keiner anderen
Katze gehört haben.
Wenn man sich ein paar Minuten Zeit nimmt, um sich zu ihr zu
setzen, zeigt sich schnell, wie sehr Snowball die menschliche
Nähe genießt: Es reicht meist schon, ihr die Hand
entgegenzustrecken, damit sie in Aussicht auf
Streicheleinheiten ihre Höhle verlässt.
Anfangs ist Snowball noch vorsichtig und holt sich zwischen den
einzelnen Streicheleinheiten immer wieder Mut an ihrem
Kratzbaum. Wenn man sie nicht drängt, taut sie schnell auf und
folgt dem Menschen dann auf Schritt und Tritt. Auch ihr Futter
schmeckt ihr deutlich besser in Gesellschaft.
Snowball war bereits einmal vermittelt, musste jedoch zurück
ins Tierheim kommen, weil sie sich mit dem dort lebenden Kater
nicht verstand. Ihr Lieblingsplatz war damals der Schoß „ihrer“
Menschen.
Nun wünschen wir uns für sie einen Platz als Einzelkatze mit
Freigang, damit sie in Ruhe und endgültig ankommen kann. Ein
Haushalt ohne kleine Kinder wäre ideal, da hektische Bewegungen
sie verunsichern und sie eine entspannte Umgebung zu schätzen
weiß.
Snowball braucht nur einen Menschen, der ihr ein wenig Zeit
schenkt. Wer ihr diese Zeit gibt, wird mit einer zärtlichen und
treuen Katzenfreundin belohnt.

Pascha & Peter
Pascha und Peter sind schon lange
bei uns und haben sich in dieser Zeit zu den Lieblingen der
Belegschaft entwickelt.
Dabei gibt es für ihren langen
Aufenthalt eigentlich gar keinen Grund. Zugegeben: Pascha hat
eine Vorgeschichte. Als er etwa ein Jahr alt war, griffen er
und seine Schwester ihre ehemalige Halterin an, sodass sie
beide abgeben musste. Grund dafür war vermutlich eine
Scheinträchtigkeit der Kätzin, denn derartige Vorfälle gab es
in den 2 Jahren seit seiner Ankunft bei uns kein einziges
Mal.
Seine Schwester wurde trotz
gleicher Vorgeschichte schnell vermittelt, aber Pascha hatte
nicht so viel Glück. Dass diese "Jugendsünde" ihm nachhängt,
ist zum Teil auch unsere Schuld.
Wir haben Pascha zu Beginn
vollkommen falsch eingeschätzt und ihm aus Vorsicht kaum
Beachtung geschenkt. Er dachte wohl, man würde ihn einfach
nicht sehen und dass er nur deutlicher auf sich aufmerksam
machen müsste. Daher ist er uns damals öfter mal angesprungen.
Nicht aggressiv oder böswillig, sondern nur um zu zeigen:
"Hallo, ich bin auch da!". Oft passierte das, wenn man gerade
den Raum verlassen wollte, als wolle er sagen: "Hey, bitte lass
mich nicht wieder allein!"
An dieser Stelle kommt Peter ins
Spiel. Peter ist ein ehemals verwilderter Kater, der eigentlich
im Rahmen einer Kastrationsaktion bei uns gelandet ist. Er hat
sich jedoch dazu entschieden, uns sein Vertrauen zu schenken,
sodass er in die Vermittlung durfte. Auf gut Glück haben wir
beide vergesellschaftet und gemerkt: Pascha war nie böse. Er
war bloß unterfordert und sehr einsam. Diese Feststellung hat
uns deutlich gemacht, dass wir einen Fehler gemacht haben. Denn
seit Peter bei ihm ist, ist Pascha ein ganz normaler, lieber,
verschmuster Kater.
Wir finden, Pascha und Peter
sollten unseren Fehler nicht ausbaden müssen. Daher wollen wir
klarstellen: sie sind beide vollkommen freundliche Katzen. Wenn
auch manchmal etwas stürmisch, wenn es ums Futter
geht.
Die beiden verstehen sich
wunderbar, spielen, schlafen und kuscheln gemeinsam und sind
ein Paradebeispiel für eine Katzenfreundschaft. Peter ist meist
noch etwas zurückhaltender, aber Pascha gibt ihm sehr viel
Sicherheit. Daher werden sie nur gemeinsam
vermittelt.
Für die beiden aktiven,
verspielten Katzen wäre Freigang zwar nett, dieser ist aber
kein Muss, solange in der Wohnung genügend Klettermöglichkeiten
vorhanden sind. Auch ein gesicherter Balkon würde sie freuen.
Das wichtigste ist und bleibt allerdings der Mensch (oder die
Menschen) an ihrer Seite. Wie bereits erwähnt ist Pascha sehr
verschmust und auch Peter ist stark Menschenbezogen. Durch ihre
Cleverness wären die beiden hervorragende Kandidaten für
Clickertrainig, bei denen es auch nicht schlimm ist, mal einen
Fehler zu machen, wenn man das zum ersten Mal macht. Denn sie
sind sehr futtermotiviert und würden fast alles für ein
Leckerli tun.
Da Pascha in der Vergangenheit
Probleme mit Kinnakne hatte, sollte man auf Plastiknäpfe
verzichten und stattdessen Metall oder Keramik verwenden.
Ansonsten sind die beiden vollkommen gesund und
topfit.
Wir sind überzeugt: wer Pascha
und Peter trotz ihrer Vergangenheit eine Chance gibt, wird
nicht enttäuscht werden und die beiden sofort ins Herz
schließen. Denn es sind wirklich tolle, lustige und charmante
Katzen, die es immer wieder schaffen uns ein Lächeln aufs
Gesicht zu zaubern, selbst an schwierigen Tagen.

Für Castle wäre ein Zuhause mit
Freigang toll.
Castle schnurrt und schmust was
das Zeug hält, sogar auf dem Behandlungstisch beim
Tierarzt.
Dabei ist er aber auch sehr
fordernd bis distanzlos, klettert an den Menschen hoch und
verteilt dann "Liebesbisse"
- Allergietests ergaben eine sehr
stark ausgeprägte Reaktion auf Hausstaub und Futtermilben,
daher ist seine Einrichtung stets abwischbar, Textilien werden
mehrmals die Woche gewechselt und die Katzenstreu ist eine
spezielle Silikat Streu, welche ebenfalls häufiger komplett
gewechselt werden muss
An der Ursache des weiterhin
bestehenden Juckreizes wird derzeit noch geforscht. Mögliche
Verdachtsdiagnosen:
-aufgrund eines starken
Flohbefalls bei seiner Ankunft: Phantomjucken
-Feline atopische dermatitis
(Allergische Reaktionen auf verschiedene Umwelteinflüsse, quasi
„Katzen Neurodermitis“
-exzessiver Juckreiz aufgrund der
Allergien
-nachfolgende Reaktion auf den
Flohbefall an sich (allergische Reaktion aufgrund des
Flohspeichels)
Castle neigt zum schlingen von
Futter.
Ausserdem steht noch eine
Zahnsanierung bei ihm an.
Vermittlung zu Artgenossen ggf
möglich, (wurde laut den Findern allerdings von anderen Katzen
nicht gut aufgenommen sonst hätte er zum Fundort zurückkehren
dürfen)

Lissi ist eine geborene
Freigängerin und ambitionierte Jägerin. Sie stammt ursprünglich
von einem Bauernhof und wurde von den ehemaligen Haltern
abgegeben, da diese, altersbedingt, ihrem aktiven und
verspielten Wesen nicht mehr gerecht wurden.
Sie ist sehr neugierig und will
am liebsten sofort alles erkunden, weshalb ihr die Situation im
Tierheim natürlich missfällt. Hier verbringt sie den Großteil
des Tages vor dem Fenster, um das Geschehen draußen zu
beobachten. Daher darf in ihrem neuen Zuhause ein Fensterplatz,
der die ersten Wochen bis zum Freigang überbrückt, auf keinen
Fall fehlen.
Lissi geht freundlich auf alle
Menschen zu und freut sich schon kurz nach dem Kennenlernen
über Streicheleinheiten. Wenn man sie das Tempo bestimmen
lässt, fasst sie schnell vertrauen und sucht dann aktiv die
Nähe des Menschen.
Festgehalten oder Hochgehoben
werden mag sie hingegen nicht so gern, zeigt dies aber auch
vorbildlich durch Laute und Körpersprache. Wer ihr zuhört und
ihre Grenzen respektiert, findet in ihr eine treue und
aufgeweckte Begleiterin, mit der es bestimmt nie langweilig
wird.

Bruno ist kein einfacher Kater. Er wurde von der Feuerwehr abgeholt, nachdem er seine vorherige Halterin mehrfach gebissen hatte. Sie hatte ihn als unkastrierten Freigänger aus schlechter Haltung übernommen und mit einem kastrierten Kater zusammen in ihrer Wohnung gehalten. Zu Beginn ließ er sich nicht anfassen und hatte bei ihr bis zuletzt eigentlich große Fortschritte gemacht. Welche Erfahrungen er vor dieser Zeit gemacht hat, ist leider unbekannt.
Anfangs verhielt sich Bruno bei uns sehr freundlich. Er war verschmust und unauffällig. Aufgrund von Umständen, die nichts mit ihm zu tun hatten, durfte er in dieser Zeit allerdings nicht vermittelt werden, obwohl das Interesse groß war. Je länger Bruno bei uns blieb, desto größer wurde wohl sein Frust über die Situation und seine "Zündschnur" entsprechend kürzer, sodass wir ihn nicht mehr bedenkenlos vermitteln wollten, als es schließlich möglich gewesen wäre.
Zunächst kratzte er unvermittelt, obwohl er sich Sekunden vorher noch aus freien Stücken angeschmiegt hatte. Dann biss er eine Tierpflegerin an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, scheinbar ohne Auslöser und Vorwarnung. Auch wenn es seitdem keine ernsthaften Verletzungen gab, griff Bruno trotzdem öfter Beine an. Es ist gut möglich, dass es sich dabei um eine umgeleitete Aggression handelt.
Das Schwierige dabei ist, dass Bruno wirklich sehr süß aussieht und alle Menschen zunächst toll findet. So beginnt er quasi sofort, sich anzuschmiegen und "Kopfnüsse" zu verteilen. Einige Momente lang genießt er auch Streicheleinheiten - solange er bestimmt, wo es lang geht. Er bekommt jedoch schnell das Gefühl, nicht mehr der Herr der Lage zu sein. Was im einen Moment positive Aufregung für Bruno bedeutet, die er auch genießt, ist im nächsten Augenblick Stress und überfordert ihn. In einer solchen Situation gehen andere Katzen auf Abstand oder zeigen die Anspannung körpersprachlich an. Brunos Nervensystem scheint hier aber schon so auf Hochtouren zu laufen, dass das nicht mehr möglich ist: Von einer auf die andere Sekunde kratzt oder - im schlimmsten Fall - beißt er. Das passiert vermehrt in Situationen, in denen Bruno sich eingeengt fühlt, zum Beispiel wenn er sich in einer Ecke des Raums befindet. Mit beiden Händen gleichzeitig gestreichelt zu werden mag er ebenfalls nicht, da er sich dabei bedrängt fühlt.
Wir sind sicher, dass die Situation im Tierheim ihren Teil zu seinem Verhalten beiträgt. Bruno ist einerseits dauerhaft unterfordert, was Beschäftigung angeht, andererseits von den permanenten Reizen verschiedener Menschen und Tiere überfordert. Wir könnten uns vorstellen, dass sich sein Verhalten in einem stabilen Zuhause, in dem er körperlich und geistig ausreichend gefordert wird, bessert.
Wer Bruno ein Zuhause geben möchte, sollte sich trotzdem bewusst sein, dass es keine Garantie gibt, dass er nicht wieder beißt. Bruno aufzunehmen bedeutet Arbeit. Denn er handelt nicht aus Bosheit, sondern aus Überforderung, Angst oder Frust. Die Aufgabe seiner Menschen wird sein, herauszufinden, was genau diese Gefühle bei ihm auslöst und wie man eine Umgebung gestaltet, in der er sich sicher fühlt und zur Ruhe kommen kann. Für Bruno suchen wir Menschen mit Katzenerfahrung, die Geduld mit ihm haben und nicht so schnell aufgeben, auch wenn sie gelegentlich "einstecken" müssen. Freigang wäre wünschenswert, da die plötzliche Umstellung auf Wohnungshaltung Teil der Problematik sein könnte. Kinder sollten im neuen Zuhause nicht vorhanden sein.
Uns ist bewusst, dass Bruno nicht einfach ist – trotzdem hoffen wir sehr, dass sich Menschen finden, die sich dieser Aufgabe und Verantwortung bewusst sind und bereit sind, sie anzunehmen. Menschen, die mehr sehen als seine Schwierigkeiten und hinter sein Verhalten schauen – denn dort verbirgt sich ein sensibler Kater, der einfach noch nicht gelernt hat, sich sicher zu fühlen. Und er verdient eine Chance, endlich anzukommen.




























